06 März 2006

Hier irrt Schmidt


Von wegen "auch ganz ohne Grund"!
Eat this:

Woanders hieße das bestimmt schon Sweet & Candy Erlebnis Center Lounge, am besten noch mit einem falschen Apostrophen irgendwo.

12 Zweitstimme(n):

6/3/06 14:47, Blogger Lundi schreibt:

Qualität braucht keine neuen Namen. Und auf den unbestrittenen Wohlgeschmack der k.u.k. Backwaren deutet ja schon das Verbreitungsgebiet der Kuchenenten hin.

 
6/3/06 16:09, Blogger Oles wirre Welt schreibt:

Demel als auch K.u.K. haben ja inzwischen auch zunehmenden Eingang in den Fußballberichterstattungsjargon gefunden.

 
6/3/06 16:46, Blogger ramses101 schreibt:

In Wien dürfen Geschäfte und Mittelstandsunternehmen gar nicht anders heißen. Sonst droht Zwangsinsolvenz. Zu recht.

 
6/3/06 18:09, Anonymous Michael schreibt:

I wü sofuat a Drum von dera Tuat'n ho'm hearst....

 
6/3/06 19:28, Blogger kein einzelfall schreibt:

@lundi: Über deren so kennerhaften wie frühlingsgefühlschonungslosen Umgang mit Naschwerk Sie dankenswerter und saisongerechter Weise aufgeklärt haben.
@ole: In den deutschsprachigen? Naja, der Fußball kann ein bisschen Input brauchen, Hauptsache, die Zuckerbäckerei bleibt im Dorf.
@ramses101: Felix Austria :)
@da hehr michael: Haben gewählt? Mit Obers oder ohne?

 
6/3/06 22:01, Anonymous simplex schreibt:

Ganz recht, ein Nachmittag bei Demel, und man kann nicht mehr gerade laufen vor Stolz und Kalorien, geschweige denn Fußball spielen. Großartige Institution.

 
6/3/06 22:53, Blogger samoafex schreibt:

+++OBACHT+++laaaanger Kommentar+++

An dieser Stelle bieten sich einige Zitate Torbergs an:

"Wien ist die Stadt der funktionierenden Legenden. Böswillige behaupten, daß die Legenden überhaupt das einzige seien, was in Wien funktioniert, aber das geht entschieden zu weit. [...]
In Wien nämlich verhält sich's so, daß die Realität eines Tatbestands allmählich verblaßt und legendär wird. In Wien entwickelt sich die Legende zur Wirklichkeit.
[...]
Die weitaus komplizierteste dieser Legenden ist das Wiener Kaffeehaus."
[aus: "Traktat über das Wiener Kaffeehaus", 1959.]

"Am Kohlmarkt zu Wien [...] befindet sich die Konditorei Ch. Demel's Söhne, kurz 'Demel' und ganz genau 'der Demel' geheißen. Dem Artikel kommt hier durchaus die Funktion einer verehrungsvollen Liebkosung zu, wie sie sonst nur den großen Theaterlieblingen entgegengebracht wird.
[...]
Man sagt: 'Gehen wir zum Demel', oder: 'Wir treffen uns um halb fünf beim Demel.' Richtige Demel-Besucher sagen nicht einmal das. Sie begnügen sich mit einem simplen 'Wir treffen uns um halb fünf.' Daß dies anderswo als beim Demel geschähe, könnten sie sich auch mit größter Mühe nicht vorstellen.
[...]
Denn der Demel ist mehr als eine Institution. Er ist, auch hierin wieder dem Theater vergleichbar, und zwar dem Burgtheater, eine Legende."
[aus: "Urbis Conditor - der Stadtzuckerbäcker", 1958.]

Die beiden Geschichten (die wirklich gelesen werden sollten - immer und immer wieder) finden sich in der dtv-Ausgabe von "Die Tante Jolesch". Zumindest in meiner. 22. Auflage, München, 1999.

Aber warum deshalb gleich Patriot sein soll, ist mir persönlich schleierhaft. Ich bin keiner. Und den Demel kann ich blöderweise nicht leisten.

 
6/3/06 22:57, Blogger samoafex schreibt:

Da oben im letzten Absatz fehlt ein "man" und ein "mir".

Oh Graus, hoffentlich ist das jetzt nicht symptomatisch.

 
6/3/06 23:52, Blogger kein einzelfall schreibt:

@simplex:

@simplex: "Stolz und Kalorien" - grandiose Kombination! Mal was Handfesteres als das übliche "Stolz und Vorurteil" :)
@frau samoafex: "Man fühlt sich in der 3. Person umsorgt aber nicht bedrängt. Man weiß sich in sachlicher Hut, ohne ihr Gewährung als Gnade empfinden zu müssen. Wünschen mehr darüber zu erfahren? Dann gehen bitte zum Demel."
Mit Patriotismus hat das freilich gar nix zu tun - der Schmidt'sche Aufhänger war einfach zu verführerisch.

 
7/3/06 14:09, Blogger ramses101 schreibt:

@Samoafex: Das klingt ja ganz großartig. Ist das Buch identisch mit "Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands?" Egal. Bestellt ist es jedenfalls. Bei der CD hab ich allerdings gezögert, auch wenn sich das nach Geschichten anhört, die man sich gefälligst vorlesen lassen sollte. Weiß jemand, ob sich das lohnt?

 
7/3/06 21:18, Anonymous Michael schreibt:

@KE
...mit .. eh kloar .... :-)

 
8/3/06 07:17, Anonymous Opa Hammonia schreibt:

Österreich: eines der wenigen Länder, in denen ich leben möchte. Und ich kenne viele.

 

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