03 Februar 2006

Ein vierstelliges Wochenende

Ein chronisches Faible für Besserwisser-Sendungen (oder wie wir Fachleute sagen: Quiz*) kollidiert heftig mit einer tiefgehenden Abneigung gegen Werbeunterbrechungen (im Klartext: Reklameterror). Weshalb also Wer wird Millionär? in der deutschen Version leider nicht geht und nur bei den Österreichern besichtigt werden kann.

Dort moderiert ein berühmter Super-Skifahrer, der ab den vierstelligen Gewinnsummen gern fragt, was der jeweilige Kandidat mit den selbigen vorhat ("Woss dahtns denn mit dem Göid muchn?").
Dieser jeweilige Kandidat ist in der Regel ein "Frühpensionist", der für sich selbst nichts braucht, immer aber "Kinder und drei Enkerln" hat, denen er das Geld zukommen lassen will. Feiner Zug.

Der Reiz beim Quiz-Sehen liegt natürlich im virtuellen Mit-Raten und -Antworten. Bei den Fachfragen kein Problem. Für die Geldfrage müsste ich als Nicht-Frühpensionist ohne Kinder und drei Enkerln mir freilich eine andere Antwort ausdenken.

Und die wäre auch was Feines: Ein verlängertes Spät-März-Wochenende im malerischen Hampshire, um herauszufinden, ob das Bild von dieser bildschönen Kiesauffahrt der Realität entspricht.


*ausgenommen das mit Herrn Pilawa, das fällt unter eine Kategorie, die beim Namen zu nennen die Höflichkeit verbietet

8 Zweitstimme(n):

3/2/06 13:52, Anonymous Anonym schreibt:

ab ins hotel old hampshire !

 
3/2/06 14:49, Blogger Oles wirre Welt schreibt:

My browser is nicht wirklich kompatibel mit the displayed image, was zur Folge hat, dass in der wirren Welt nur Buchstaben zu sehen sind und keine Kiesauffahrt (was bei anderen möglicherweise auch so ist - und daher kein Einzelfall sein dürfte :))

 
3/2/06 19:35, Blogger Lundi schreibt:

Good old England hat einfach Stil. Das Hotel liegt außerdem mitten im "Jane Austen - Land", und ich oute mich gerne als Fan dieser Bücher (und sehr gute Verfilmungen gibt es auch, very british).

 
6/2/06 14:09, Blogger Rohrkrieg schreibt:

ein Traum, ich habe fernweh.

 
6/2/06 14:34, Anonymous vundepalz schreibt:

mann. frau gönnt sich ja sonst nichts!

 
6/2/06 19:28, Blogger kein einzelfall schreibt:

@anonym: Ist das so zu verstehen, dass Sie ein Vertreter von Four Seasons sind und allen Anwesenden hier einen Gratisaufenthalt anbieten?
@ole: Irgendwie scheint in den letzten Tagen hier gar nichts richtig zu laufen. Browser-Meldung einfach ignorieren und www.fourseasons.com/hampshire/ nochmal laden.
@lundi: Ja, das gute alte England. Kommt heutzutage auch nur noch selten vor, aber wenn dann durch diese Miss-Marple-Dörfer fährt und tatsächlich noch eine echte Teatime mitmachen kann ...*schwärm*
@rohrkrieg: Wenn's gut geht, s. anonymus :)
@vundepalz: Der Brötchgeber gönnt einem nix, naja, jedenfalls nicht so richtig viel, so ist das ;)

 
7/2/06 14:07, Blogger samoafex schreibt:

Ich applaudiere Ihnen zur gelungenen Darstellung von "unserem Armin" bzw. "unserem Assi", wie er hierzulande gerne genannt wird. Bis auf "muchn". Das wäre "mochn". Aber das ist eigentlich egal.

Würde der ORF besagte Sendung durch Werbung unterbrechen, fiele dies nicht auf, weil in jedem zweiten Werbefilm "unser Assi" die Hauptrolle spielt.

Und man möchte sich beim Anblick des von Ihnen verlinkten Bildes gerne in einen Damensattel schwingen, das Pferd zum Galopp antreiben, zum Tor sprengen und dort rufen: "James, schließen Sie das Tor, die aufrührerischen Pächter haben Fackeln entzündet!"

 
8/2/06 09:49, Blogger kein einzelfall schreibt:

@samoafex: Deswegen spricht man wohl von felix Austria - Ihr habt einen "Assi", wir dagegen einen "Schumi". ;)

Was den Landsitz angeht: Was halten Sie denn von der Variante "James, schließen Sie bitte das Tor - die Pächter sind alle vollzählig, wir können mit der Gartenparty beginnen."? Mit dem völlig verschwitzten Pferd kommt man deshalb angesprengt, weil man sich leider bei einer Plauderei mit dem Dorfpfarrer und seiner Kekse backenden Frau zu viel Zeit gelassen hat, weil die Geschichte mit dem Gespenst im Kirchturm aber auch zu spannend ....

 

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