14 Juni 2006

Post mortem

Vielleicht sollte man sich doch auf ein Leben nach dem Tod einlassen; wenigstens 3 oder 4 Tage: um noch seine eigene Todesanzeige mitzukriegen. Jedenfalls dann, wenn es eine so anrührende ist.

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12 Zweitstimme(n):

14/6/06 18:09, Blogger undundund schreibt:

ja.

das erinnert mich daran, dass ich olim von der ehemaligen rbb-rundfunkchefin hörte, also im radio selbstverständlich, dass es ihr hobby sei, todesanzeigen zu sammeln. sie hätte schon ein ansehnliches todesanzeigenarchiv, gab sie zu protokoll. das fand ich bemerkenswert.

 
14/6/06 18:14, Blogger kein einzelfall schreibt:

@undundund: Ja, Frau Reim. Sie wird auch unter www.todesanzeigensammlung.de erwähnt - eine Adresse, die mir jüngst in einem Blog (bloß welches??) unterkam und der ich meine bescheidene Minimalstsammlung zu übereignen gedenke.

 
14/6/06 19:12, Blogger undundund schreibt:

schönen dank für den link - sehr interessant!

 
14/6/06 20:34, Blogger F schreibt:

Ich hätte auch gern meine Geburtsanzeige mitbekommen. Oder meine Steuererklärung.

 
14/6/06 22:38, Anonymous waschsalon schreibt:

auch schön sind grabstein-aufschriften. einer meiner lieblingssprüche kommt von farin urlaub: "bitte hinten pissen."

mein persönlicher favorit aber: "der versuch wars wert."

 
14/6/06 23:15, Anonymous simplex schreibt:

"Aus Obersauheim stammte der katholische Rentner und Federviehzüchter Herr Karl Hopp. Er verstarb mit 76 Jahren und wurde auf dem unteren katholischen Gottesacker im Friedhof zu Grabe gesetzt. Pfarrer Mötschl nahm das Gebet, den Segen, sowie Beileids- und Trostworte für die Hinterbliebenen und den Stammtisch 'Irlbacher' vor. (...) Hopp hatte ein gutes und dankbares Leben geführt. Er war immer mit allem zufrieden."

Eckehard Henscheids Sammlung von 120 schlichten Regensburger Nachrufen aus den 60ern "Wir standen an offenen Gräbern" sei hiermit heftig empfohlen. (Leider nur noch antiquarisch)

 
15/6/06 00:22, Anonymous Mlle Händel schreibt:

Das hat mich jetzt dazu inspiriert, mein schönstes Grabsteinbild öffentlich zugänglich zu machen.

 
15/6/06 01:02, Blogger Markus Quint schreibt:

... mich hat es auch dazu inspiriert, mein schönstes Bild vom Wiener Zentralfriedhof öffentlich zugänglich zu machen.

 
15/6/06 02:04, Anonymous Jens schreibt:

Ihr seid ja schon 'n bisschen seltsam alle...

 
15/6/06 11:36, Blogger kein einzelfall schreibt:

@kleinesF: Das mit der Geburtsanzeige mag noch hinkommen, aber für die Steuererklärung reicht wahrscheinlich nicht mal ein Ewiges Leben.

@waschsalon: Herrlich! Nachdem der 'Versuch'-Spruch also leider schon vergeben ist, hält man's vielleicht am besten mit Loriot. Seine Antwort auf die Frage, was auf seinem Grabstein stehen soll: "Der Name wäre hilfreich."

@simplex: Barocke Gegenden sind in tödlicher Hinsicht einfach unschlagbar. Danke auch für den Henscheid-Tipp - bei zvab.de sogar reichlich vorhanden, u.a. als Taschenbuchausgabe im "Pappschuper". :)

@mllehändel: Gleich mal schauen ...

@markus_quint: Das klingt genauso vielversprechend ...

@jens: Mal so sagen: Im Süden wird heute Fronleichnam begangen ;)

 
16/6/06 12:46, Blogger Oles wirre Welt schreibt:

erfrischende Einblicke in ein todumfangenes, zuweilen wirklich anrührendes Metier. Schappoh! Lob auch für die pietätvolle Namens-Abdeckung. War das Klopapier? :)

 
20/6/06 19:58, Blogger kein einzelfall schreibt:

@ole: Astreines Recycling-Drucker-Papier war das. Direkt aus dem Büro von Herrn Weber von der Technik. ;)

 

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